News·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
21. April 2022

Therapie mit medizinischem Cannabis: nowomed macht’s per App

Perioperative und chronische Schmerzen sind in unserer modernen Gesellschaft häufig geklagt Beschwerden in der Arztsprechstunde. Meist lassen sich diese Erkrankungen nur mit Medikamenten bekämpfen, die jedoch oft auch starke Nebenwirkungen mit sich bringen. Die Therapie mit medizinischem Cannabis ist eine Alternative. Allerdings ist der Zugang zu einer entsprechenden Behandlung nicht ganz einfach. Aber es gibt Grund zur Hoffnung.

Die nowomed-App: Zugang zur Cannabis-Therapie vereinfachen

Bisher mussten Patienten den Weg über die Schulmedizin gehen und ihren behandelnden Arzt auf die Möglichkeit einer Cannabis-Therapie ansprechen, die seit 2017 in Deutschland zulässig ist. Allerdings gibt es bis jetzt nur eine sehr begrenzte Anzahl von Medizinern, die sich auf diesem Gebiet auskennen. Florian Wesemann, medizinischer Leiter von nowomed, sagt zudem: „Der Zugang zu Cannabis-Therapien ist nach wie vor mit Hürden verbunden. Zum einen mangelt es an spezialisierten Ärztinnen und Ärzten, zum anderen sind aufwändige administrative Prozesse zu bewältigen“.

Das von ihm gegründete Start-up nowomed zählt zur Kategorie der sogenannten Telemedizin-Unternehmen. Grundbaustein ist eine digitale Plattform, auf der Patientinnen und Patienten auf spezialisierte Medizinerinnen und Mediziner treffen. Zudem besteht die Möglichkeit, über die Web-App eine Präanamnese durchführen zu lassen. Dazu muss der Patient entsprechende Angaben zu seiner Gesundheitshistorie (z. B. frühere Diagnosen, Medikationen, bereits durchgeführte Therapien usw.) machen.

Auf Grundlage dieser Angaben machen sich die Ärzte ein Bild der Erkrankung und können bereits entscheiden, ob der Patient überhaupt für eine Therapie mit medizinischem Cannabis geeignet ist. Durch diese Form der „Vorarbeit“ kann man den Zeitrahmen für das danach folgende persönliche Erstgespräch auf etwa 30 Minuten verkürzen.

Sicherheitsstandards verhindern Missbrauch

In den Medien ist öfter zu lesen, dass Personen versuchen, sich über medizinisches Cannabis ihr Genussmittel zu erschleichen, was bei nowomed aber schwer möglich ist. Es bedarf nämlich einer Präanamnese bei den Partnerärzten/-innen von nowomed. Daraufhin folgt ein erstes Gespräch mit dem oder der jeweiligen Arzt/Ärztin vor Ort, bei welchem im Anschluss die Diagnose gestellt wird. Im Falle einer Entscheidung pro Cannabistherapie erfolgt für die Patienten schließlich die Beratung per Telemedizin. Zu beachten ist, dass alle gemachten Angaben eines Patienten über einen speziell gesicherten Dokumentenbereich an nowomed und die mit dem Start-up kooperierenden Ärztinnen und Ärzte gesendet wird.

Für die persönlichen Erstgespräche gibt es bundesweit drei Niederlassungen in Berlin, Köln und München. Durch diese Standorte möchte nowomed gewährleisten, dass Patienten nicht zu lange Anfahrtswege in Kauf nehmen müssen. Oberste Priorität hat für das Unternehmen, jedem Patienten die Alternative Medizin möglichst einfach zugänglich zu machen. Die dafür genutzten Mittel sind wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse, innovative digitale Lösungen, persönlicher Support und vor allem kompetente Mitarbeitende und Kooperationspartner und Kooperationspartnerinnen.

Bildquellen:
    Teilen:
    Weitere Artikel
    Wie werde ich Sozialpädagoge? Wege in einen anspruchsvollen sozialen Beruf
    Karriere
    Wie werde ich Sozialpädagoge? Wege in einen anspruchsvollen sozialen Beruf

    Wer Sozialpädagoge werden will, braucht in Deutschland in der Regel ein Studium. Der klassische Weg führt heute meist über Soziale Arbeit, Sozialpädagogik oder einen eng verwandten Studiengang an einer Hochschule. Dazu kommen Praxisphasen, häufig ein Anerkennungsjahr oder eine staatliche Anerkennung, je nachdem, wie die Hochschule den Studiengang aufgebaut hat und in welchem Bundesland der Berufseinstieg erfolgt. Eine einheitliche, bundesweit geregelte Sozialpädagogik-Ausbildung als klassischer Ausbildungsberuf ist dagegen nicht der typische Zugang. Damit beginnt die eigentliche Entscheidung aber erst. Denn die Frage, wie man Sozialpädagoge wird, lässt sich nicht allein mit dem Wort Studium beantworten. Wichtig ist auch, in welchem Bereich später gearbeitet werden soll, etwa mit Kindern und Jugendlichen, in der Familienhilfe, an Schulen, in der Jugendhilfe, in der Beratungsarbeit oder im Feld von Menschen mit Behinderung. Wer diese Unterschiede früh versteht, trifft die bessere Studienwahl und vermeidet Umwege. Wie wird man Sozialpädagoge in Deutschland?

    Lesen
    Wertschutz im Unternehmen: Strategien für die sichere Verwahrung von Wertgegenständen, Dokumenten und Daten
    Business
    Wertschutz im Unternehmen: Strategien für die sichere Verwahrung von Wertgegenständen, Dokumenten und Daten

    Einbruchdiebstähle verursachen jedes Jahr hohe Verluste in Unternehmen – insbesondere durch den Verlust von Bargeld, Technik und sensiblen Unterlagen. Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft entstehen dabei regelmäßig Schäden in Millionenhöhe, was die wirtschaftliche Relevanz unzureichender Sicherungsmaßnahmen deutlich macht. Genau hier setzt die sichere Aufbewahrung im Tresor an: Sie schützt zentrale Unternehmenswerte zuverlässig vor Diebstahl, unbefugtem Zugriff und anderen Risiken. Die Sicherheitslücken im modernen Büroalltag Trotz fortschreitender Digitalisierung bleiben physische Assets wie notarielle Verträge, Prototypen oder Offline-Backups unverzichtbar. Eine Lagerung in herkömmlichen Büromöbeln ist nicht nur grob fahrlässig, sondern gefährdet auch den Versicherungsschutz.

    Lesen
    Wie werde ich Berufsschullehrer? Studium, Voraussetzungen und Wege in den Schuldienst
    Karriere
    Wie werde ich Berufsschullehrer? Studium, Voraussetzungen und Wege in den Schuldienst

    Wer Berufsschullehrer werden möchte, wählt einen Berufsweg mit besonderer Nähe zur Praxis. Anders als an vielen allgemeinbildenden Schulen geht es hier nicht nur um Fachwissen und Unterricht, sondern auch um den Bezug zur Arbeitswelt, zu Betrieben und zu ganz unterschiedlichen Bildungswegen. Der klassische Weg führt in der Regel über ein Studium für das Lehramt an beruflichen Schulen, anschließend in den Vorbereitungsdienst und danach in den Schuldienst. Je nach Bundesland, Fachrichtung und Vorbildung gibt es daneben weitere Möglichkeiten, etwa über den Seiteneinstieg. Wer sich für das Berufsschullehramt interessiert, sollte deshalb früh unterscheiden: Welche Schularten kommen infrage? Welche Fachrichtung passt? Und führt der eigene Weg über ein reguläres Lehramtsstudium oder über einen späteren Einstieg mit beruflicher oder akademischer Vorqualifikation? Genau diese Fragen entscheiden darüber, wie die Ausbildung aufgebaut ist und wie lang der Weg bis in das Klassenzimmer dauert. Was macht ein Berufsschullehrer im Alltag?

    Lesen
    Zur Startseite