Marketing·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
7. Dezember 2022

Der Wandel im Marketing – Said Shiripour

Doch welche Transformation vollzog sich im 21. Jahrhundert konkret? Warum sollten Betriebe bei der Kundengewinnung nicht ausschließlich auf ihre Webseite setzen und wie gelingt es Unternehmen, Kunden auf ihrem Weg durch den Sales-Funnel zu begleiten? Dieser Artikel liefert Antworten!

Wie hat sich Marketing im 21. Jahrhundert transformiert?

Said Shiripour, Gründer von EZFunnels und einer der bekanntesten Online-Marketer im deutschsprachigen Raum, hat sich ein Ziel gesetzt: Er verhilft kleinen wie großen Unternehmen branchenunabhängig zu erfolgreichen Online-Marketing-Strategien und gibt ihnen mit seiner All-in-one-Software das notwendige Know-how und die passenden Tools an die Hand.

Dabei zeigte sich das Gespür des Unternehmers, der einen Umsatz von 58 Millionen Euroverzeichnet, früh. So erkannte der erfolgreiche Unternehmer das Potenzial des Online-Marketings bereits vor Jahren. Er erklärt: Früher setzten Marketer auf die klassischen Medien wie das Fernsehen, das Radio oder Print-Medien. Doch die gewohnte Medienlandschaft unterliegt heute einem starken Wandel.

So haben sich längst neue Medien wie YouTube, Online-Magazine oder Social-Media und neue Formate wie Podcasts etabliert. Und diese Medien sind ein fester Bestandteil im Alltag der Verbraucher. Denn wer nach einer Lösung für ein spezifisches Problem sucht, nutzt das Internet. Wie Said Shiripour YouTube einsetzt, erfahren Interessierte auf seinem YouTube-Kanal.

Laut Said Shiripour ist der genannte Wandel von Vorteil: Firmen hatten damals mit hohen Streuverlusten zu kämpfen. Denn wer die Werbeanzeige im Fernsehen tatsächlich zu sehen bekam, konnte nur erahnt werden.

Heute können Werbeanzeigen unter anderem auf Zeitungsplattformen, Blogs oder auf Social-Media erscheinen. Auch die Anzeigenschaltung auf Suchmaschinen wie Google oder Marktplätzen wie Amazon kann mit jedem Budget umgesetzt werden.

Dabei fußt die Anzeigenschaltung auf der Zielgruppendefinition. Hier entwickeln Unternehmen Personas und entwerfen auf dieser Basis Werbeanzeigen. Die Anzeigen können durch A/B-Tests überprüft und zielgruppengerecht ausgespielt werden.

Der Streuverlust ist gering und das Unternehmen erreicht eine große Anzahl an Personen, die sich für ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung interessieren. Zudem kann genau überprüft werden, ob eine Kampagne erfolgreich war und welche Punkte optimiert werden müssen.

Website und Social Media? Ist das alles?

Viele Unternehmen verfügen über eine ansprechende Webseite. Sie legen den Fokus darauf, Kunden von ihrer Fachexpertise und ihrem Know-how zu überzeugen, und entwickeln lange Texte über ihre Historie und Erfolge.

Allerdings genügt es heute nicht mehr, eine Webseite zu betreiben und auf den Kundenansturm zu hoffen. Vielmehr können Unternehmen Interessenten aktiv auf ihre Webseite einladen, indem sie online Werbeanzeigen schalten. Mit Tracking-Tools von EZFunnels lassen sich die Wege der Interessenten auf der Webseite zudem lückenlos nachvollziehen.

Dabei gilt sowohl auf der Webseite als auch auf Social-Media: Verbraucher erwarten eine Lösung. Sie plagen ein individueller Schmerz und einzigartige Probleme. Deshalb ist es laut Said Shiripour von Belang, die Sprache der Kunden zu sprechen.

Verkaufe klein und erhöhe den Wert

Bevor ein Interessent zu einem Kunden wird und sich dazu entscheidet, ein hochpreisiges Produkt zu erwerben, muss dieser Kunde durch den gesamten Sales-Funnel (Verkaufstrichter) geführt werden.

Der Sales-Funnel beschreibt den Weg eines Interessenten hin zur Conversion und beinhaltet mehrere Touchpoints. Der Funnel basiert auf dem von Elmo Lewis entwickelten AIDA-Modell. Das Konzept beinhaltet die Schritte Attention (Aufmerksamkeit), Interest (Interesse), Desire (Verlangen) und Action (Handlung).

Laut Said Shiripour sollten Unternehmen darauf setzen, die Kaufhürde für Interessenten möglichst gering zu halten. Denn seiner Erfahrung nach tendieren Kunden dazu, kleine Beträge zu investieren und die Leistung von Unternehmen genau zu prüfen.

Dies kann etwa durch das Sammeln der Kontaktdaten gelingen, um an einem kostenlosen Webinar teilzunehmen. Mit der Zeit können dem Kunden hochpreisige Dienstleistungen oder Produkte vorgeschlagen werden. So lässt sich der Kundenwert nach und nach erhöhen.

Denn nur wer Vertrauen hat, lässt sich davon überzeugen, mehr Geld zu investieren. Fallen die Anreize zu Beginn zu hoch aus, kann dies zu einem Absprung des Interessenten führen, der sich an Mitbewerber wendet.

Der unfaire Kampf ist beendet

Während Werbeanzeigen bis zum Jahr 2000 ausschließlich den großen Konzernen mit üppigen Marketing-Budgets vorbehalten waren, können heute alle Unternehmen – und das branchen- und größenunabhängig – Werbeanzeigen im Internet schalten. Im Fokus steht dabei, eine klar definierte Zielgruppe zu erreichen und diese in Kunden umzuwandeln. Somit erkämpfen sich selbst kleine Betriebe ihren Platz im Wettkampf.

So generierst du Kunden durch das Internet

Um Kontakte zu generieren, genügen laut Said Shiripour bereits kleine Marketingbudgets im dreistelligen Bereich. Der Grund: Wer 100 Euro investiert und am Ende der Kampagne mehr als 100 Euro Gewinn generiert, hat alles richtig gemacht. Der Gewinn sollte im Anschluss in die nächste Online-Marketing-Maßnahme reinvestiert werden.

Dabei sollten sich Unternehmen immer wieder bewusst machen: Verbraucher suchen über Suchmaschinen, auf Social-Media oder in Marktplätzen nach Lösungen. Und das eigene Unternehmen kann die Lösung für das individuelle Problem eines Verbrauchers anbieten.

Denn: Wer seine Zielgruppe kennt und weiß, wo diese nach Lösungen sucht, kann den Schmerzpunkt der eigenen Zielgruppe nicht verfehlen. Welche Möglichkeiten der Leadgenerierung konkret bestehen, schildert Said Shiripour anhand von Beispielen auf seiner Webseite.

Teilen:
Weitere Artikel
RFID oder Barcode: Welche Technologie ist die richtige Wahl?  
Handel
RFID oder Barcode: Welche Technologie ist die richtige Wahl?  

In vielen Branchen ist die berührungslose Identifikation von Produkten und Gegenständen Pflicht oder zumindest sinnvoll. Wenn du selbst die Entscheidungsgewalt hast, wirst du irgendwann vor der Frage stehen, ob Barcodes oder RFID-Etiketten die sinnvollere Lösung für dich und dein Business sind. Beide Möglichkeiten haben einen Mehrwert, unterscheiden sich aber deutlich voneinander. Für welche Lösung du dich entscheidest, hängt von deinen Bedürfnissen und von der jeweiligen Industrie ab. Das sind die größten Unterschiede zwischen RFID und Barcode Um die richtige Wahl zu treffen, musst du zunächst die Unterschiede zwischen den beiden Systemen kennen. Während der klassische Barcode auf optischer Erkennung basiert, nutzt RFID (Radio Frequency Identification) elektromagnetische Wellen. Das hat massive Auswirkungen auf deinen Arbeitsalltag.

5 Min. LesezeitLesen
Präzision im Fokus: wie moderne Laserbeschriftung Industrie und Mittelstand beflügelt
Wirtschaft
Präzision im Fokus: wie moderne Laserbeschriftung Industrie und Mittelstand beflügelt

In der heutigen Industriewelt ist ein Produkt ohne Kennzeichnung fast undenkbar geworden. Ob es sich um eine winzige Schraube in einem Flugzeugtriebwerk, ein medizinisches Skalpell oder ein einfaches Bauteil aus dem Maschinenbau handelt jedes Teil benötigt heute eine Identität. Diese Identität sorgt nicht nur für Ordnung im Lager, sondern ist das Fundament für Sicherheit und Vertrauen. Früher reichten oft einfache Aufkleber oder Tintenstrahlaufdrucke aus, um Informationen zu vermitteln. Doch die Anforderungen sind gestiegen. In einer Zeit von globalen Lieferketten und strengen gesetzlichen Vorgaben muss eine Kennzeichnung mehr können: Sie muss extremen Temperaturen trotzen, Chemikalien standhalten und auch nach Jahrzehnten noch perfekt lesbar sein. Genau hier setzt die Laserbeschriftung an. Sie hat sich von einer teuren Nischentechnologie zu einem echten Allrounder für den Mittelstand entwickelt. Anstatt Material aufzutragen, verändert der Lichtstrahl die Oberfläche des Werkstücks direkt. Das Ergebnis ist ein digitaler Fingerabdruck, der so dauerhaft ist wie das Produkt selbst.

5 Min. LesezeitLesen
Vom Manager zum Leader: warum externe Impulse den Mittelstand erfolgreicher machen
Wirtschaft
Vom Manager zum Leader: warum externe Impulse den Mittelstand erfolgreicher machen

Der Mittelstand ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft, doch dieses Rückgrat muss derzeit enorme Lasten tragen. Digitalisierung, der Wandel der Arbeitswelt und ein immer schärfer werdender Fachkräftemangel setzen Unternehmen unter Druck. In vielen Betrieben zeigt sich dabei ein deutliches Muster: Was früher funktionierte, greift heute oft nicht mehr. Starre Hierarchien und das klassische „Ansagen und Abarbeiten“ stoßen bei modernen Teams auf Widerstand und bremsen die nötige Agilität aus. Führung im Mittelstand bedeutet heute nicht mehr nur, Prozesse zu steuern und Zahlen zu kontrollieren. Es geht vielmehr darum, Menschen zu begeistern, Talente zu binden und in einem dynamischen Marktumfeld handlungsfähig zu bleiben.

5 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite